Medizinische Fakultät
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Marie Curie ITN - Training network for optimizing adoptive T-cell therapy of cancer (T-OP)

  • Sprecher: Prof. Dr. Sebastian Kobold
  • Einrichtung: Abteilung für Klinische Pharmakologie
  • Förderung: 2020 bis 2024

CAR T-Zellen sind Immunzellen (= T-Zellen) des Patienten, die im Labor gentechnisch mit einem neuen Rezeptor (Chimärer Antigenrezeptor, CAR) ausgestattet werden, so dass sie die Krebszellen erkennen und abtöten können. Dazu werden sie entnommen und im Labor bearbeitet. Das fertige Produkt wird dem Patienten einmalig als Kurzinfusion verabreicht. Die Zellen vermehren sich im Körper des Patienten weiter und können so langfristig das Schutzschild gegen den Blutkrebs bilden.

Sprecher des Konsortiums T-OP ist Prof. Dr. Sebastian Kobold, Stellvertretender Direktor der Abteilung für Klinische Pharmakologie am LMU Klinikum, u. a. mit einem hochangesehenen Starting Grant des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet. Die Professoren Dr. Sebastian Theurich und Dr. Michael von Bergwelt (beide Medizinische Klinik III) sind als Projektleiter involviert. Prof. Dr. Kobold sagt: „Diese renommierte Förderung wird die Zelltherapie als wissenschaftlicher und klinischer Schwerpunkt am LMU Klinikum weiter stärken und dessen internationale Vernetzung ausbauen. Die Zelltherapien können zwar sehr wirksam sein, doch ist ihre biologische Komplexität kaum verstanden, und viele Patienten werden im Verlauf nicht dauerhaft davon profitieren. Hier besteht ein hoher Forschungsbedarf. Gleichzeitig wächst – vor dem Hintergrund einer zunehmenden klinischen Bedeutung – der Bedarf an gut ausgebildeten Spezialisten in Entwicklung und Erprobung dieser Therapien.“

T-OP bündelt die Expertisen von 17 Institutionen in sieben verschiedenen Ländern Europas. Neben akademischen Partnern sind vier Unternehmen und das Paul-Ehrlich-Institut beteiligt. Das Projektvolumen beträgt 4,1 Millionen Euro. Ziel ist, essenzielle Fragen in der Anwendung näher zu beleuchten und neue Strategien zu entwickeln.

Das Konsortium wird vom Flagschiff-Programm Marie-Sklodowska-Curie getragen,welches exzellente Forschung mit innovativer Ausbildung kombinieren sollen. Von über 1.500 Anträgen werden nur etwa 100 gefördert.

Quelle: Universitätsklinikum München (Text)