Medizinische Fakultät
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PRIME

PRIME - Clinician Scientist PRogram In Vascular MEdicine

Erkrankungen des Gefäßsystems, darunter Herzinfarkt, ischämische Herzinsuffizienz und Schlaganfälle, machen in Deutschland die Mehrzahl der Todesfälle aus. Mit Blick auf die demographische Entwicklung in Deutschland (Überalterung) ist in den kommenden Jahrezehnten von einer dramatisch wachsenden Belastung des Gesundheitssystems durch Gefäßerkrankungen auszugehen. Die Prävention und Therapie von Gefäßerkrankungen auf Grundlage eines verfeinerten mechanistischen Verständnisses von Arteriosklerose und Atherothrombose, den zugrunde liegenden Pathologien der meisten Gefäßerkrankungen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine effizientere Übertragung neuer Ableitungen in die klinische Anwendung ist insbesondere für die Verbesserung der Behandlung von Gefäßkrankheiten elementar und daher eine Kernaufgabe der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Aus diesem Grund ist ein zentrales Ziel der Medizinischen Fakultät die Förderung von Rekrutierung und Qualifizierung forschender Ärztinnen und Ärzte.

Dazu hat die Universität das interdisziplinäre Munich Clinician Scientist Program (MCSP) als übergreifende Struktur eingerichtet, die die wissenschaftliche (Weiter-)Qualifikation von Medizinerinnen und Medizinern unterstützt. PRIME wurde etabliert, um speziell Ärztinnen und Ärzte mit einem Fokus auf Gefäßforschung zu fördern, und als Track 4 in das bestehende MCSP integriert.

PRIME umfasst ein interdisziplinäres Forschungsprogramm für Clinician Scientists mit dem gemeinsamen Leitmotiv einer verbesserten Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Gefäßerkrankungen und mikrovaskulären Dysfunktionen. Das wissenschaftliche Programm, bestehend aus sechs Clustern fokussiert auf die vier Forschungsbereiche

  • Entzündungsmechanismen bei Gefäßerkrankungen
  • Die Rolle von Thrombozyten und Koagulation
  • Dysfunktion von endothelialen/glatten Muskelzellen
  • Stoffwechselstörungen

In allen Forschungsbereiche bestehen bereits Kooperationen, im Rahmen von PRIME wird der Austausch zwischen den beteiligen Gebieten jedoch noch weiter ausgebaut mittels gemeinsamer Qualifizierungsmaßnahmen, der Möglichkeit von Laborrotation und dem Austausch von Kernkompetenzen.

Alle Institute mit einem gemeinsamen Forschungsfokus sind in insgesamt sechs Clustern gebündelt. In jedem dieser Cluster steht eine Vielzahl an potenziellen PIs zur Verfügung, die als wissenschaftliche und/oder klinische Mentorinnen bzw. Mentoren dienen können. Jedes Cluster wird von jeweils zwei Experten bzw. Expertinnen geleitet, die als Clusterkoordinatoren fungieren. Diese Koordinatoren bzw. Koordinatorinnen vermitteln zwischen den beteiligten Labors, Einrichtungen und Geförderten, um beispielsweise die Rotation aus einer klinischen in eine theoretische Einrichtung zu ermöglichen.

  • Cardiovascular Medicine (Prof. Steffen Massberg und Prof. Christian Schulz)
  • Neurovascular Medicine (Prof. Marianne Dieterich und Prof. Martin Dichgans)
  • Microvascular Disease (Prof. Bernhard Zwissler und PD Dr. Christoph Reichel)
  • Metabolic Disease (Prof. Martin Reincke und Prof. Susanna Hofmann)
  • Vascular Imaging and Biomarkers (Prof. Peter Bartenstein und Prof. Lesca Holdt)
  • Vascular Pathophysiology (Prof. Barbara Walzog und Prof. Christian Weber)

PRIME wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Medizinische Fakultät der LMU.


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