Medizinische Fakultät
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ERC Starting Grant - Unraveling the mystery of preferential degeneration of midbrain neurons in neurodegerative diseases (oxDOPAMINE)

  • Projektleiterin: Prof. Lena Burbulla
  • Einrichtung: bislang Northwestern University Chicago, USA;zukünftig an der LMU im Rahmen des SyNergy-Exzellenzclusters
  • Förderung: 2020 bis 2025

Bei der Parkinson-Krankheit, an der allein in Deutschland über 200.000 Menschen leiden, sterben die Zellen im Gehirn ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Ohne Dopamin bleiben die Nervenimpulse aus, mit denen Bewegungen kontrolliert werden. An dopaminbildenden Nervenzellen, die sie mit einer speziellen Technologie aus Bindegewebszellen von Patienten zunächst zu induzierten pluripotenten Stammzellen reprogrammiert und dann zu Nervenzellen differenziert hatte, zeigte Burbulla, dass oxidativer Stress eine pathologische Kaskade in Gang setzt. Darunter leiden besonders die Mitochondrien, die Energieversorger der Zellen, und die Lysosomen, die normalerweise die Abfallentsorgung in den Zellen übernehmen. Es kommt verstärkt zu Ablagerungen von oxidiertem Dopamin, einem Hauptverursacher dieser Kaskade.

In ihrem ERC-Projekt „oxDOPAMINE“ (Unraveling the mystery of preferential degeneration of midbrain neurons in neurodegerative diseases) will Lena Burbulla nun untersuchen, was vor allem die Zellen im Mittelhirn anfällig für oxidiertes Dopamin und damit für den Untergang macht. Burbulla vermutet, dass vor allem ein defekter Dopamin-Stoffwechsel an den Synapsen und ein Ungleichgewicht im Eisen-Stoffwechsel dabei eine kritische Rolle spielen. Darum will die Forscherin auch andere noch seltenere neurodegenerative Erkrankungen in den Blick nehmen, an denen ebenfalls Störungen des Eisen-Haushaltes beteiligt sind.

Lena Burbulla studierte Biologie an der LMU und wurde an der Universität Tübingen promoviert. Sie forschte als Postdoktorandin an der Harvard Medical School, in der Neurologie des Massachusetts General Hospital, Boston, USA, und in der Neurologie der Feinberg School of Medicine der Northwestern University, Chicago, USA, wo sie derzeit als Assistant Professor arbeitet. Lena Burbulla wurde erst kürzlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer Heisenberg-Förderung ausgezeichnet und wird zukünftig an der LMU im Rahmen des SyNergy-Exzellenzclusters tätig sein.

Quelle: LMU