Medizinische Fakultät
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Forschungsprofil

Die Medizinische Fakultät der LMU fördert besonders die Bildung fachübergreifender Schwerpunkte, die insgesamt ein breites Spektrum abdecken. Trotzdem wird eine Fokussierung angestrebt, indem sechs Forschungsschwerpunkte konzipiert wurden. Sie sind unter dem großen Thema „Biomedizin für Leben und Lebensqualität“ zusammengefasst.

Die sechs thematischen Schwerpunkte – Molekulare Biomedizin, Kampf gegen den Krebs, Entzündung und Infektion, Gefäß- und Transplantationsmedizin, Neurowissenschaften und Medizin für die Gesellschaft – werden durch die zwei methodischen Querschnittsbereiche – Personalisierte Medizin und Digital Medizin – horizontal vernetzt:

Molekulare Biomedizin

Im Zentrum des Schwerpunktes "Molekulare Biomedizin" steht die Erforschung der molekularen Prozesse im menschlichen Organismus. Untersucht wird dabei die Funktion im gesunden Körper genauso wie im Krankheitsgeschehen. Ziel ist dabei, die Ursache und Entstehung von Krankheiten auf molekularer Ebene besser zu verstehen, um so neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.

Kampf gegen den Krebs

krebs

Die Erforschung und Behandlung von Tumorerkrankungen stellt einen ausgewiesenen Fokus der Medizinischen Fakultät dar. Epidemiologische Zahlen zeigen, dass neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Tumorerkrankungen die wesentlichen Todesursachen in der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Obwohl in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte bei der Behandlung gemacht worden sind, stellen viele Tumorerkrankungen die Medizin weiter vor Herausforderungen.

Entzündung und Infektion

Das Immunsystem spielt nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Infektionen, sondern auch bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten, Allergien und Entzündungsreaktionen. Im Fokus des Schwerpunkts „Entzündung und Infektion“ stehen verschiedensten immunologischen Fragestellungen zu Themen, wie Immunmodulation, Autoimmunreaktionen, Resistenzen gegen derzeit verfügbare Antiinfektiva sowie Entzündungsforschung bei infektiösen und nicht-infektiösen Erkrankungen.

Gefäß- und Transplantationsmedizin

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Die Transplatationsforschung ist ein von ständigen Innovationen geprägter Bestandteil der regenerativen Medizin, der auch an der Medizinischen Fakultät eine hohe Bedeutung zugeordnet wird. Themen der Forschungsarbeit sind unter anderem die Beeinflussbarkeit von Ischämie-Reperfusionsschäden, die dann auftreten, wenn ein Organ eine Zeit lang nicht durchblutet war, die Vorbeugung von Transplantatversagen und – bedingt durch den Mangel an Spenderorganen – die Entwicklung von Organersatzverfahren.

Der Forschungsbereich „Vaskuläre Medizin“ bildet einen weiteren Teilbereich des Schwerpunktes „Gefäß- und Transplantationsmedizin“. Gefäßerkrankungen sind sehr häufig die Ursache von Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfall. Um diesen Erkrankungen frühzeitig vorzubeugen, müssen die Mechanismen von Gefäßveränderungen noch besser verstanden werden.

Neurowissenschaften

Im Zentrum dieses Forschungsschwerpunktes steht die Entschlüsselung von zentralen und peripheren neurodegenerativen Erkrankungen. Ziel ist es, die Struktur und Funktion des Nervensystems im gesunden und erkrankten Zustand zu untersuchen, um neue Diagnose- und Therapiekonzepte für neurologische und psychische Erkrankungen zu entwickeln.

Medizin für die Gesellschaft

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Angesichts der veränderten Altersstruktur, einer sich dramatisch wandelnden Arbeitswelt und des steten Zuwachses an neuen Technologien gewinnen gesundheitswissenschaftliche Fragen zunehmend an Bedeutung. Zu den aktuellen Themen einer zukunftsorientierten Gesundheitsforschung gehören Fragen der Vorbeugung und der Versorgung insbesondere chronisch Kranker, der Umgang mit Krankheitsrisiken in der alternden Gesellschaft, die gesundheits-wissenschaftliche Genomforschung sowie die integrierte medizinische und ökonomische Evaluation im Zusammenhang mit klinischen Studien.

Personalisierte Medizin

Neue Technologien erweitern das Wissen über molekulare und zelluläre Prozesse rasant und tragen zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit bei. Die personalisierte Medizin will dieses Wissen für individualisierte Prävention, Diagnose und Therapie unter Berücksichtigung von individuellen biologischen Risikomarkern, genetischer Prädisposition, geschlechtsspezifischen Faktoren oder Lebensstilfaktoren einsetzen.

Digitale Medizin

Die Zukunft der Medizin ist (auch) digital. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen versprechen ungeahnte Möglichkeiten patientenorientierter, personalisierter Diagnostik und Therapie. Im medizinischen Alltag werden digitale Datensätze in großer Menge aus klinischen Systemen und Prozeduren generiert, deren Potenzial enorm ist. An der Medizinischen Fakultät beschäftigen sich mehrere Einrichtungen und Arbeitsgruppen schon heute erfolgreich mit Digital Health, Maschinellem Lernen und verwandten Themen.