Medizinische Fakultät
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ERC Starting Grants an Prof. Dr. Katharina Koerte und PD Dr. Arthur Liesz verliehen

03. August 2018

Zehn Nachwuchsforscherinnen und –forscher werben mit der LMU die prestigeträchtigen Starting-Grants des Europäischen Forschungsrats ein. Darunter auch zwei von der medizinischen Fakultät.

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Zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschiedener Disziplinen haben gemeinsam mit der LMU je einen Starting-Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) für ihre Forschung eingeworben. „Ich freue mich, dass die LMU in dieser Vergaberunde so überaus erfolgreich ist“, sagt Dr. Sigmund Stintzing, Vizepräsident der LMU für den Bereich Berufungen. „Damit ist sie im europaweiten Vergleich der Universitäten weit vorn.“ Die Projektförderung beträgt jeweils etwa 1,5 Millionen Euro. Sie wird anhand der wissenschaftlichen Exzellenz der Antragsteller sowie des beantragten Projekts vergeben und zählt zu den angesehensten Forschungsförderungen in Europa. Die LMU bietet für Starting Grantees zudem die Möglichkeit einer sogenannten Tenure-Track-Position, einer Professur mit der Option auf eine Dauerstelle.

Professor Dr. med. Inga Katharina Koerte

erc_koerte Inga Katharina Koerte ist seit 2014 Professorin für Neurobiologische Forschung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Medizinischen Fakultät der LMU und Leiterin der Arbeitsgruppe cBRAIN. Zugleich ist sie Lecturer an der Harvard Medical School in Boston, USA. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Schädelhirntrauma. Sie untersucht unter anderem welchen Einfluss wiederholte Kopferschütterungen, wie sie beispielsweise beim Kopfballspiel im Fußball vorkommen, auf die Entwicklung des Gehirns haben.

In ihrem ERC-Projekt „Precision medicine in traumatic brain injury using individual neurosteroid response“ (NEUROPRECISE) wird sie die individuellen Veränderungen der neuroaktiven Hormone nach Schädelhirntrauma untersuchen. Zusätzlich wird sie die strukturellen und funktionellen Veränderungen des Gehirns infolge des Schädelhirntraumas mit sogenannten Neuroimaging-Methoden visualisieren. Inga Koertes Ziel ist es, ein Verletzungsprofil für den einzelnen Patienten zu entwickeln, um darauf aufbauend personalisierte therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren.

Inga Katharina Koerte studierte Medizin in Freiburg und München. Als Stipendiatin der Harvard-Munich-Alliance for Medical Education absolvierte sie einen Teil ihres Studiums an der Harvard Medical School in Boston, USA. Nach ihrer Promotion an der LMU absolvierte sie ihre Facharztweiterbildung am Dr. von Haunerschen Kinderspital und am Institut für Klinische Radiologie, wo sie sich im Jahr 2013 habilitierte. Seit 2011 forscht sie zudem an der Harvard Medical School.

Dr. Arthur Liesz

erc_liesz Privatdozent Dr. Arthur Liesz leitet am Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD) am Klinikum der LMU eine Emmy Noether-Gruppe zum Thema ischämischer Schlaganfall. Er beschäftigt sich in seiner Arbeitsgruppe mit der Interaktion des Immunsystems mit dem Gehirn nach einem Schlaganfall.

In seinem ERC-Projekt mit dem Titel „T cell driven inflammatory mechanisms promote recovery after acute brain infury“ wird er die Rolle von T-Zellen beim Heilungsprozess nach Gehirnverletzungen untersuchen. In früheren Arbeiten konnte er bereits zeigen, dass die Rekrutierung von T-Zellen ein wesentlicher Mechanismus des Entzündungsprozesses im Gehirn nach einem Schlaganfall ist. Ziel des ERC-Projekts ist es, das therapeutische Potenzial von T-Zellen bei Gehirnverletzungen zu identifizieren.

Arthur Liesz studierte Medizin an den Universitäten Würzburg und Heidelberg. Er wurde in Heidelberg im Fachbereich Neurologie promoviert, wo er auch bis 2013 als Assistenzarzt für Neurologie tätig war. Im Jahr 2013 wechselte er an das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung am Klinikum der LMU, wo er zudem als „Clinician-Scientist“ des Exzellenzclusters SyNergy gefördert wird.

Quelle: LMU