Medizinische Fakultät
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Auswahlverfahren

Die ehemaligen Stipendiaten Beate Kusser, Claus Deglmann und Heiko Baschnegger berichten über das Auswahlverfahren:

Bei der Auswahl der Studenten, die 2001 im Rahmen der LMU - HMI Allianz einen Teil ihres praktischen Jahres an der Harvard Medical School verbringen durften, waren wir als ehemalige studentische Teilnehmer des Programms erstmals beteiligt. Nachdem wir nun das Auswahlverfahren sowohl als Interviewte als auch als Interviewer erlebt haben, möchten wir die Gelegenheit nutzen, dieses Verfahren aus unserer Sicht darzustellen und damit für etwas mehr Transparenz zu sorgen.

In einer Vorauswahl werden die schriftlichen Bewerbungen gesichtet und auf das Vorliegen der in der Ausschreibung bekannt gegebenen Voraussetzungen hin geprüft. Alle so ausgewählten Studenten werden dann zu Interviews geladen. Es gibt fünf Interviewkommissionen, die jeweils mit einem Professor, einem weiteren Fakultätsmitglied sowie einem ehemaligen Harvard-PJ-Studenten besetzt sind. Bei der Zuteilung werden im Vorfeld Befangenheitskonflikte ausgeschlossen.

Die Interviewer haben eine Woche lang die Möglichkeit, die Bewerbungsunterlagen einzusehen. Die Gespräche dauern etwa 20 Minuten und sollen in englischer Sprache geführt werden. Es wird meist Bezug auf den Lebenslauf des Bewerbers genommen mit dem Ziel, einen Gesamteindruck der Persönlichkeit zu gewinnen. Von Interesse sind z. B. die Motivation für die Programmteilnahme, Zukunftspläne, bisherige Erfahrungen im Ausland und in der Lehre, wissenschaftliche Arbeiten und natürlich auch extracurriculare oder nichtmedizinische Aktivitäten.

Die Interviewkommission versucht, nach Interview und erneutem Studium der schriftlichen Bewerbungsunterlagen zu einem umfassenden Bild zu kommen, und vergibt dann eine Punktzahl zwischen 0 und 20, wobei die einzelnen Punktwerte auch in Worten definiert sind und die Eignung für die Programmteilnahme beschreiben.

In den folgenden Tagen trifft sich die Gesamtauswahlkommission, in welcher neben den einzelnen Interviewkommissionen auch der Programmbeauftragte Prof. Putz und weitere Mitglieder des Programmausschusses der Medizinischen Fakultät zusammenkommen. Es wird zunächst geprüft, in welcher Höhe die einzelnen Kommissionen Punkte vergeben haben, und ob es offensichtliche Hinweise für eine inhomogene Verteilung der Bewerber auf die Kommissionen gibt.

Nach Einigung auf einen zu erreichenden Mindest-Punktwert werden ca. 20 Bewerber detailliert diskutiert, so dass jede Kommission dem Gremium üblicherweise zwischen zwei und fünf von ihr interviewte Bewerber vorstellt. Im Folgenden wird versucht, diese Bewerber entsprechend ihrer Eignung in eine Reihenfolge zu bringen. Dabei wird u. U. nochmals ein Blick in die schriftlichen Unterlagen geworfen, bzw. die Interviewkommissionen werden gebeten, ihren Eindruck aus dem Gespräch zu präzisieren. Nach ausführlicher Diskussion werden die zehn am besten geeigneten Bewerber als Programmteilnehmer ausgewählt, sowie die folgenden drei Studenten als Nachrücker definiert. Sollten mehrere Studenten als gleichsam geeignet erscheinen, kommt auch ein Losverfahren zum Einsatz.

Wir möchten abschließend alle Studierenden ermutigen, sich um einen Platz im Harvard-PJ-Programm zu bewerben. In der Hoffnung, das Auswahlverfahren etwas klarer als bislang dargestellt zu haben, wünschen wir allen zukünftigen Bewerbern viel Glück.

 

Beate Kusser, Claus Deglmann, Heiko Baschnegger.