Medizinische Fakultät
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Flucht & Asyl

Rettungs-Reif? Eine Veranstaltung zu Flucht, Asyl & Medizinischer Versorgung von AslybewerberInnen in Bayern

Datum: 15.11.2012

Uhrzeit: 19:00 – 20:30, mit anschließendem Markt der Möglichkeiten

Ort: Hörsaal, Chirurgie Innenstadt Nußbaumstraße 20; 80336 München

Inhalt: Informations- und Diskussionsabend zum Thema Flüchtlingspolitik und medizinische Versorgung in Bayern.

Zielgruppe: Studierende, ÄrztInnen und Interessierte

Kosten: Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Referent/innen:

Prof. Dr. August Stich | Facharzt für Innere Medizin, Chefarzt Abteilung Tropenmedizin der Missionsärztlichen Klinik Würzburg, Arbeitsschwerpunkte: Migrantenmedizin, humanitäre Hilfe und Public Health in Katastrophenfällen | http://missioklinik.de/2012/01/23/6570/

Tobias Klaus | Bayerischer Flüchtlingsrat | http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/kontakt.html

Abtin Zeinali | ehemaliger Flüchtling

Moderator: Dr. med. Günter Fröschl

Veranstalter/innen: Neda Ghotbi, Erik Gaitzsch, Alexander Brand, Stella Huber, Kerstin Mannert, mit freundlicher Unterstützung von IMECU (Fabian Jacobs, Barbara Habermann)

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Eine Rückblick und Impressionen finden Sie hier.


Idee und Konzept:

Rettungs-Reif? Sind wir reif zum Retten?

Im Rahmen eines Seminars des Projekts IMECU (International Medical Culture) an der LMU München wurden verschiedene Themen mit dem Schwerpunkt Kultur und Medizin diskutiert, auch die Problematik der Flüchtlingssituation in Bayern und die medizinische Versorgung immigrierter Flüchtlinge. Wir fragten uns in diesem Kontext, ob die bayrische Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Krankenversicherung rettungsreif ist: Wie viele Menschen fallen durchs Netz der sozialen Unterstützung und sind wir bereit, hinzusehen und vielleicht selbst die Maschen enger zu ziehen? Was lässt sich verbessern und welchen Beitrag können wir selbst dazu leisten? Aus diesen Fragestellungen ging die Idee hervor, ein Projekt mit dem Thema Flüchtlingspolitik und medizinische Versorgung in Bayern zu initiieren. Als angehende ÄrztInnen sind wir vor allem mit der immer relevanter werdenden Thematik des interkulturellen Umgangs bei der Behandlung von ausländischen PatientInnen konfrontiert. Die damit zusammenhängende Frage, wie es um die Versorgung von Menschen außerhalb des regulären medizinischen Versorgungssystems steht, wird hierbei jedoch viel zu selten thematisiert. Daher war es uns ein besonderes Anliegen, dieses Thema mit einer Veranstaltung in den Fokus zu rücken. Im Rahmen eines Diskussionsabends werden verschiedene Aspekte der Flüchtlingspolitik und der medizinischen Versorgung in einer interaktiven Weise mit der Unterstützung von Experten aus verschiedenen Bereichen betrachtet und diskutiert. Ein besonderes Anliegen ist dabei, die Problematik ins Bewusstsein der MedizinstudentenInnen, ÄrztInnen und Studierenden anderer Fachrichtungen zu rufen und einen Raum für Diskussion und Austausch zu schaffen. Dazu haben wir Fachleute und Betroffene aus verschiedenen Bereichen als Referenten eingeladen.

Darunter Herr Tobias Klaus vom Bayrischen Flüchtlingsrat. Er wird die Zuhörer über die Zustände in Bayerns Flüchtlingsheimen informieren und damit eine Grundlage zur Diskussion schaffen (http://www.br.de/themen/aktuell/inhalt/asylbewerber-fluechtlinge-bayern100.html).

Prof. Dr. August Stich der Missionsärztlichen Klinik Würzburg, der sich für die medizinische Versorgung von Migranten einsetzt (http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0915/asyl.php5) wird seine Sichtweise zur medizinischen Situation präsentieren.

Herr Abtin Zeinali, ein ehemaliger Flüchtling, wird zum Abschluss von seinen Erlebnissen berichten.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen eines „Markts der Möglichkeiten“ bei MitarbeitInnen verschiedener Organisationen der Flüchtlingshilfe über mögliches Engagement und Angebote zu informieren und weiter im kleineren Kreis über dieses Thema zu diskutieren.

Ziel des Veranstaltungsformats ist es, einen informativen Überblick über die Situation der Flüchtlinge in Bayern sowie die Arbeit und den Hintergrund der Referenten zu erhalten, Raum für Fragen, Diskussion und Austausch zu schaffen und Informationen zu möglichem eigenen Engagement zu bieten.