Medizinische Fakultät
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DFG TRR 127 - Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation - vom Labor in die Klinik

  • Sprecher: Professor Dr. Bruno Reichart
  • Einrichtung: Walter-Brendel-Zentrum für experimentelle Medizin
  • Förderung: seit 2012

Transplantationen stellen für viele schwerkranke Patienten - etwa bei terminalem Organversagen oder einigen chronischen Krankheiten - eine etablierte und effektive Therapieform dar. Allerdings übersteigt der Bedarf an Spenderorganen das Angebot bei weitem. Deshalb setzen viele Forscher auf eine Xenotransplantation, also die Verpflanzung tierischen Gewebes oder tierischer Organe - beides wird jedoch im menschlichen Körper normalerweise schnell abgestoßen. Transgene Schweine sollen nun dieses Problem überwinden: Mit ihrer Hilfe wollen die Wissenschaftler des neuen SFB, der ab dem 1. Juli 2012 mit insgesamt 12,8 Millionen Euro gefördert wird, die Immunreaktion gegen fremdes Gewebe besser verstehen und letztlich unterdrücken. Ein Ziel der Forscher ist es, neue transgene Schweinelinien zu entwickeln, deren Gewebe weniger Abstoßungsreaktionen hervorruft. Dieses Gewebe soll dann sowohl in präklinischen als auch in klinischen Studien untersucht werden - ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Xenotransplantation von Inselzellen bei Typ-1-Diabetes. Neben der LMU als Sprecheruniversität sind an dem neuen SFB/Transregio auch die TU München, die Medizinische Hochschule Hannover, die TU Dresden sowie als nichtuniversitäre Einrichtungen das Helmholtz Zentrum München, das Friedrich-Löffler-Institut, das Deutsche Primatenzentrum, das Paul-Ehrlich-Institut sowie das Robert-Koch-Institut beteiligt. Koordinator des SFB ist Professor Bruno Reichart vom Klinikum der Universität München.

Quelle: DFG Gepris (Text), Pressemitteilung LMU