Medizinische Fakultät
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Max-Eder-Nachwuchsgruppe - Charakterisierung der prognostischen und funktionellen Relevanz rekurrenter somatischer Genalterationen beim follikulären Lymphom

  • Projektleiter: Dr. Oliver Weigert
  • Einrichtung: Medizinische Klinik und Poliklinik III
  • Förderung: seit 2013

Maligne Lymphome sind die häufigste Gruppe hämatologischer Tumore, und machen mehr als 5% aller Krebserkrankungen aus.

Unsere Arbeitsgruppe „Biologie maligner Lymphome“ beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem häufigen follikulären Lymphom (FL), sowie dem Mantelzelllymphom (MCL). Beide Entitäten manifestieren sich meist im fortgeschrittenen Stadium und gelten dann als nicht heilbar.

Gemeinsam ist beiden Lymphomen das Vorliegen charakteristischer Translokationen als Folge aberranter VDJ Rekombination im Rahmen der frühen B-Zell Reifung (vgl. Abb.). Des Weiteren sind bei beiden Lymphomen eine Vielzahl weiterer molekularer Alterationen nachweisbar, die sowohl für die individuelle Lymphomentstehung notwendig sind, als auch die heterogene Biologie und die unterschiedlichen klinischen Verläufen erklären können.

Als Teil der German Low Grade Lymphoma Study Group (GLSG) und des European MCL Networks stehen primäre Patientenproben zur Verfügung. Mittels Hochdurchsatzverfahren und zielgerichteter Ansätze werden rekurrente, Lymphom-spezifische molekulare Alterationen identifiziert. Die Korrelation mit der klinischen Datenbank erlaubt Rückschlüsse auf deren klinische Relevanz. Kandidaten-Gene werden in geeigneten in-vitro und in-vivo Systemen funktionell charakterisiert.

Übergeordnetes Ziel unserer Arbeiten ist es, durch ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden molekularen pathobiologischen Prozesse, Diagnostik und Therapie für betroffene Patienten weiter zu verbessern. Durch die enge Anbindung an die o.g. klinischen Studiengruppen, können unsere Forschungsergebnisse rasch in klinische Konzepte umgesetzt werden.

Quelle: Klinikum der Universität München (Text und Bildnachweis)