Medizinische Fakultät
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Gefäße, Entzündung und Infektion

Die Wiederherstellung der Gesundheit nach schwerer Krankheit zu fördern stellt eine der zentralen Aufgaben einer medizinischen Fakultät dar. Dieser Schwerpunkt verbindet die Grundlagenforschung mit angewandter klinischer Forschung. Themen sind unter anderem virale Funktionen und Immunmodulation, Autoimmunreaktionen, embryonale und gewebespezifische Stammzellen und Infektionen des Endothels.

  • Selten und doch so häufig

    forschung

    Die Zahlen überraschen sehr: „Jeder dritte bis vierte Patient am Dr. von Haunerschen Kinderspital hat eine seltene Erkrankung – und ist damit ein Waise der Medizin“, sagt Prof. Christoph Klein. Allein in Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen an den geschätzten 7.000 seltenen Erkrankungen. Als selten definiert die Europäische Union eine Erkrankung dann, wenn sie weniger als fünf von 10.000 Menschen betrifft. mehr

  • Impfung gegen Bakterien

    huebner

    Die Industrie hat die Suche nach neuen Antibiotika weitgehend eingestellt. Infektiologen der Dr. von Haunerschen Kinderklinik entwickeln deshalb Impfungen gegen Bakterien. mehr

  • Autoimmunerkrankungen

    doering

    Wer an bestimmten Autoimmunerkrankungen wie der Schuppenflechte leidet, entwickelt besonders leicht eine Atherosklerose – also entzündliche Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßen, die schlimmstenfalls den Blutfluss blockieren. Dann schlagen Herz- oder Hirninfarkt zu. Irgendwie müssen sich also die krankheitsauslösenden Mechanismen ähneln. Nur wie? mehr

  • Rheuma

    schulze_koops

    „Die Therapie der Patienten wird sich mit diesem Medikament erheblich verändern“, prophezeit Prof. Hendrik Schulze-Koops und meint eine neue Tablette gegen die rheumatoide Arthritis. An dieser Erkrankung leiden allein in Deutschland knapp 650.000 Erwachsene. Das Immunsystem startet immer wieder schubweise Angriffe auf Strukturen der körpereigenen Gelenke, die durch die ständigen Entzündungen langsam zerstört werden. mehr

  • Magenschleimhautentzündung

    zellen

    Dass Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika werden, besorgt Mediziner seit Jahren. Entsprechend suchen Forscher händeringend nach neuen Therapien, um bakterielle Infektionen auch zukünftig effektiv zu bekämpfen. Das Team von Prof. Rainer Haas vom Max-von-Pettenkofer-Institut der LMU ist einer neuen Behandlung gegen das Bakterium Helicobacter pylori ein Stück näher gekommen. „Zumindest in ersten Versuchen mit Zellkulturen haben wir die Injektion eines Giftstoffes verhindert, den die Bakterien über ein spezielles System in die Magenschleimhautzellen spritzen“, sagt der Mikrobiologe. mehr

  • Angina pectoris Vorhersage

    bamberg

    Schmerzen in der Herzgegend, das Gefühl von Enge in der Brust, Atembeklemmungen: Patienten mit „Angina pectoris“ kennen diese wieder kehrenden Symptome. Um ein gefährlich verengtes Herzkranzgefäß als Ursache und die Gefahr eines Herzinfarktes auszuschließen, nutzen Mediziner zunehmend die nicht invasive CTA. Doch diese Methode kann mehr, als nur die Existenz eines verengten Gefäßes auszuschließen. „Wir können mit dieser Methode Aussagen über den künftigen Krankheitsverlauf der Angina-pectoris-Patienten treffen“, erklärt Dr. Fabian Bamberg nach einer Studie an der Klinik für Radiologie. mehr

  • Der Stallfaktor schützt vor Asthma

    vonmutius

    Das Ziel der Forschergruppe um Prof. Erika vonMutius ist klar und hoch gesteckt. „Wir wollen Kinder vor Asthma und Allergien schützen“, sagt die Ärztin vom Dr. von Haunerschen Kinderspital und hat konkrete Forschungspläne, die idealerweise in klinischen Studien mit gänzlich neuen Präparaten münden sollen. Seit kurzem unterstützt der Europäische Forschungsrat die Wissenschaftlerin mit dem hoch dotierten „ERC Grant“ – mehr als zwei Millionen Euro, die in die laufenden Projekte fließen. Das Münchner Team erforscht, welche Bakterien und Pilze die Mädchen und Jungen vor den weit verbreiteten Erkrankungen wappnen könnten. mehr

  • Virenblocker

    vonbrunn

    Kontrolle ist alles, wenn es darum geht, im Körper die Vermehrung von Zellen in geordneten Bahnen laufen zu lassen. Mehrere Gene und die nach ihrer Anweisung gebauten Proteine sind in verschiedenen molekularen Signalwegen daran beteiligt, ungebremstes Wachstum von vornherein zu verhindern oder, falls es dennoch dazu gekommen ist, die betreffenden Zellen sterben zu lassen. Manche dieser Gene bzw. Proteine sind für die Zellteilung besonders wichtig. mehr

  • Die Wanderrouten der Leukozyten

    walzog

    Ihr natürlicher Lebensraum ist das Blut: Im Kreislauf zirkulieren zehn Milliarden weißer Blutkörperchen (Leukozyten), meist im Dienste des Immunsystems. Um ihre Funktion zu erfüllen, muss jede einzelne dieser Zellen wandern, im gesamten Körper, von Kopf bis Fuß. „Wir untersuchen die Wanderschaft der Leukozyten und ihre Mechanismen bis ins molekulare Detail“ sagt Prof. Barbara Walzog vom Lehrstuhl für Vegetative Physiologie im Walter-Brendel-Zentrum für Experimentelle Medizin der LMU. mehr

  • Infektions- und Tropenmedizin

    hoelscher

    HIV-Aids und Tuberkulose (TB) sind in vielen Ländern Afrikas ein verheerendes medizinisches Problem – und hängen eng zusammen. Denn erst das geschwächte Immunsystem eines HIV-Infizierten erleichtert den Erregern der TB den Weg für eine ungehemmte Infektion der Lungen. Dringend braucht die Medizin neue Impfstoffe gegen die beiden tödlichen Erkrankungen – und neue Medikamente. Entsprechende klinische Studien mit meist tausenden Patientengruppen sind gerade unter den widrigen Bedingungen auf dem schwarzen Kontinent keine triviale Aufgabe und erfordern eine große logistische und wissenschaftliche Expertise. mehr

  • Entzündliche Hauterkrankungen

    schauber

    Jede Minute, jede Sekunde wehrt sich unsere Haut gegen Viren, Pilze und Bakterien und nutzt dafür die Waffen des angeborenen Immunsystems. Dazu zählen die so genannten antimikrobiellen Peptide. Bei Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis (atopische Dermatitis) „ist die natürliche Balance dieser Peptide gestört“, sagt Privat-Dozent Dr. Jürgen Schauber von der Dermatologischen Klinik des Klinikums der Universität München. mehr

  • Herz- und Kreislaufforschung

    weber

    Fast klingt es zu ideal, als dass es Realität werden könnte: ein Medikament, das ausschließlich die chronische Entzündung der Atherosklerose verhindert oder stabilisiert – mit minimalen Nebenwirkungen. Für Prof. Christian Weber erscheint die Vision keineswegs weit hergeholt. Das Team des Direktors des Instituts für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universität hat in jahrelanger Forschung zumindest einen molekularen Mechanismus entdeckt, der sehr spezifisch die so gefährliche Entzündung in den Gefäßwänden speist und dessen Unterbrechung das Ausmaß der Atheroklerose zumindest im Tierversuch drastisch senkt. mehr

  • Kardiologie

    klauss

    Es passiert täglich, nach einem Herzinfarkt oder bei einer Routine-Kontrolle: Der Kardiologe analysiert die Herzgefäße der Patienten mit einem röntgenologischen Verfahren (Angiografie) und erkennt auf den Bildern verengte Koronarien. „Ob die Verengung den Blutfluss aber gefährlich beeinträchtigt, können selbst erfahrene Kollegen vor allem bei mittelgradigen Stenosen anhand der Angiografie oft kaum beurteilen“, sagt Prof. Dr. Volker Klauss, Leiter der Kardiologie in der Poliklinik des Klinikums der Universität München, Campus Innenstadt. mehr