Medizinische Fakultät
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Die sechs Schwerpunkte

Bild: Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät

Die Medizinische Fakultät der LMU fördert besonders die Bildung fachübergreifender Schwerpunkte, die insgesamt ein breites Spektrum abdecken. Trotzdem wird eine Fokussierung angestrebt, indem sechs Forschungsschwerpunkte konzipiert wurden. Sie sind unter dem großen Thema „Biomedizin für Leben und Lebensqualität“ zusammengefasst.

Molekulare Biomedizin

Im Zentrum dieses Schwerpunktes steht unter anderem die Erforschung der Strukturen, der Funktionen und der Dynamik von Proteinen (Eiweißstoffen) in Zellen und Geweben. Es geht dabei um das grundlegende Verständnis der Rolle von Proteinen in den vielen komplexen Reaktionen, die im menschlichen Körper ablaufen und relevant für die medizinische Grundlagenforschung sind. Untersucht wird dabei die Funktion der Proteine im gesunden Körper genauso wie im Krankheitsgeschehen. Durch die Aktivitäten dieser Forschungssäule wurde die Gründung des Biomedizinischen Zentrums entscheidend gefördert. In diesem Zentrum werden aus der Klinik kommende Forschungsgruppen integriert und durch Partnerschaften mit Expertengruppen (wie zum Beispiel den Max-Planck-Instituten für Biochemie und Neurobiologie) vernetzt.

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Kampf gegen den Krebs

Krebs ist eine Volkskrankheit, deswegen verfolgt die Medizinische Fakultät der LMU schon seit langer Zeit eine zielgerichtete Strategie, um die tückischen Krebserkrankungen zu bekämpfen. So existieren an der Fakultät mehrere außerordentlich erfolgreiche klinische Kooperationsgruppen wie zum Beispiel Tumortherapie durch Hyperthermie, Hämatopoetische Zelltransplantation, Pathogenese der akuten myeloischen Leukämie, Molekulare Onkologie und Immuntherapie urologischer Tumore. Diese Arbeitsgruppen widmen sich insbesondere der Weiterentwicklung konventioneller Therapien.

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Gefäße, Entzündung und Infektion

Die Wiederherstellung der Gesundheit nach schwerer Krankheit zu fördern stellt eine der zentralen Aufgaben einer medizinischen Fakultät dar. Dieser Schwerpunkt verbindet die Grundlagenforschung mit angewandter klinischer Forschung. Themen sind unter anderem virale Funktionen und Immunmodulation, Autoimmunreaktionen, embryonale und gewebespezifische Stammzellen und Infektionen des Endothels.

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Transplantationsmedizin

Die Transplantation von Organen wie Herz, Niere, Leber, Pankreas und Lunge bis hin zu Knochenmark- und Stammzellverpflanzungen ist ein von ständigen Innovationen geprägter Bestandteil der regenerativen Medizin. Am Klinikum der Universität München ist ein eigenes Transplantationszentrum verwirklicht worden, das alle Organsysteme abdeckt. Hier arbeiten nahezu alle Fachgebiete der Medizin zusammen. Themen der Forschungsarbeit sind unter anderem die Beeinflussbarkeit von Ischämie-Reperfusionsschäden, die dann auftreten, wenn ein Organ eine Zeit lang nicht durchblutet war, die Vorbeugung von Transplantatversagen und – bedingt durch den Mangel an Spenderorganen – die Entwicklung von Organersatzverfahren.

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Neurowissenschaften

Im Zentrum dieser Forschungsarbeit steht die Entschlüsselung von zentralen und peripheren neurodegenerativen Erkrankungen. Mit der Besetzung eines Lehrstuhls, der sich mit der Erforschung von Alzheimer und Parkinson beschäftigt, und mit der Gründung des Zentrums für Neuropathologie und Prionenforschung wurde von der Fakultät ein entsprechender Schwerpunkt installiert.

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Medizin für die Gesellschaft

Angesichts der veränderten Altersstruktur, einer sich dramatisch wandelnden Arbeitswelt und des steten Zuwachses an neuen Technologien gewinnen gesundheitswissenschaftliche Fragen zunehmend an Bedeutung. Im Schwerpunkt „Medizin für die Gesellschaft“ arbeiten klinische und methodenorientierte Einrichtungen seit Jahren international vernetzt und mit hohem Erfolg zusammen. Der Schwerpunkt umfasst somit sowohl die Arbeits- und Umweltmedizin als auch die Rechtsmedizin, die Epidemiologie, die Biometrie, die Geschichte der Medizin, die Sozialpädiatrie und die Notfallmedizin beziehungsweise das Medizinmanagement. Zu den aktuellen Themen einer zukunftsorientierten Gesundheitsforschung gehören Fragen der Vorbeugung und der Versorgung insbesondere chronisch Kranker, der Umgang mit Krankheitsrisiken in der alternden Gesellschaft, die gesundheits-wissenschaftliche Genomforschung sowie die integrierte medizinische und ökonomische Evaluation im Zusammenhang mit klinischen Studien. Das Themengebiet reicht somit von der Untersuchung von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser über Biomonitoring und alle Aspekte zur Verbesserung gesunder Ernährung bis hin zur Problematik der so genannten chinesischen Medizin und der Konkurrenz unterschiedlicher Heilsysteme (zum Beispiel Public Health). Die Aktivitäten in diesem Schwerpunkt führten unter anderem zur Gründung des Münchner Zentrums für Gesundheitswissenschaften, Versorgungsforschung und medizinische Informatik (ZGVI). In naher Zukunft soll zu den geschilderten sechs Schwerpunkten noch ein weiterer hinzukommen, und zwar die Alternsforschung. Biologisches Altern ist ein normales Phänomen von allen Lebewesen. Die biologischen Mechanismen, die das Altern bestimmen, sind bis heute weitgehend unerforscht. Aus medizinischer Sicht ist das Hauptziel der Alternsforschung die Gewinnung von Erkenntnissen, die zu einer möglichst langen Aufrechterhaltung der Gesundheit in der Altersphase und damit zu einer Verlängerung dieser Lebensspanne führen.

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