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Professor Riethmüller erhält Preis der Deutschen Krebshilfe für seine Forschungsleistungen

05. Februar 2018

Professor Gert Riethmüller, emeritierter Direktor des Instituts für Immunologie der LMU, erhält den Preis für seine Pionierarbeit und seine bahnbrechenden Erfolge in der Entwicklung von therapeutisch einsetzbaren Antikörpern bei Krebserkrankungen.

„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Professor Riethmüller haben den Grundstein für die Tumorbehandlung durch das Immunsystem gelegt“, sagte Laudatorin Professor Christine Falk vom Institut für Transplantationsimmunologie der Medizinischen Hochschule Hannover. „Ohne sie wäre eine Antikörpertherapie bei Krebs, wie wir sie heute kennen und anwenden, nicht denkbar.“

Neben Riethmüller wurden zudem Professor Dolores J. Schendel sowie Professor Heribert Jürgens mit dem Preis der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 15.000 Euro dotiert.

Seit den 1980er Jahren arbeiten Wissenschaftler weltweit daran, das körpereigene Immunsystem bei der Abwehr von Krebszellen zu stärken. „Fortschritte in der Forschung haben dazu geführt, dass die Immuntherapie in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, anlässlich der Preisvergabe. „Große Erkenntnisgewinne in diesem Bereich sind maßgeblich auf die wissenschaftlichen Arbeiten von Herrn Professor Riethmüller und Frau Professorin Schendel zurückzuführen“, erklärt Nettekoven.

Mit der Verleihung des Deutschen Krebshilfe Preises kommt die Organisation dem letzten Wunsch von Dr. Wilhelm Hoffmann nach, der der Deutschen Krebshilfe im Jahr 1996 eine namhafte Erbschaft hinterließ, verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

Quelle: LMU, Deutsche Krebshilfe (Text und Bildnachweis)