Medizinische Fakultät
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Neues Graduiertenkolleg für Gesundheitsberufe

15. März 2018

Die Robert Bosch Stiftung fördert Promotionsprojekte zu Themen der „Interprofessionellen Lehre in den Gesundheitsberufen“.

walkenhorst-ursula_fischer-martin_cichon-irina_giseke-martin_wershofen-birgit Prof. Dr. Ursula Walkenhorst, Prof. Dr. Martin Fischer, Irina Cichon, Martin Gieseke, Birgit Wershofen (v. links; Foto: Klinikum LMU)

An der LMU startet ein Graduiertenkolleg zum Thema „Interprofessionelle Lehre in den Gesundheitsberufen“. Das Kolleg wird von der Robert Bosch Stiftung als Kooperationsprojekt der LMU und der Universität Osnabrück mit 1,1 Millionen Euro gefördert. Es bietet zwölf Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern vom Oktober 2018 an die Möglichkeit, mit Forschungsprojekten zur Interprofessionellen Lehre zu promovieren. Die Robert Bosch Stiftung vergibt für beide Standorte jeweils sechs Stipendien. Gefördert werden unter anderem Kollegiatinnen und Kollegiaten in den Fachbereichen der Ergotherapie, Logopädie, Medizin, Pflege und Physiotherapie.

Durch die Promotionsprojekte sollen interprofessionelle Ausbildungswege sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen theoriegeleitet erforscht und weiterentwickelt werden. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation der Patientinnen und Patienten in einem immer stärker von Teamleistungen bestimmten Gesundheitssystem geleistet werden. Die Dissertationen in diesem bislang in Deutschland wenig erforschten Themenfeld sollen bis zum Jahr 2021 entstehen.

Die Kollegiatinnen und Kollegiaten werden in interprofessionellen Tandems zwischen den beiden Universitäten ihre Promotionsprojekte in jeweils einem der drei Themenbereiche Vermittlung und Lehre, Prüfung interprofessioneller Kompetenzen und Evaluation interprofessioneller Lehr- und Praxiskonzepte verfolgen. Dabei werden sie durch ein zielgerichtetes Qualifizierungsprogramm mit regelmäßigen Workshops, Kolloquien, Betreuungsgesprächen sowie internationalen Exkursionen in ihrem Forschungsprozess unterstützt. Die zentrale Koordinierung des Kollegs erfolgt durch die Universität Osnabrück. Die Promotionsprojekte werden mit Unterstützung zentraler Einrichtungen an beiden Universitäten begleitet.

Das Graduiertenkolleg ist in München am Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin verortet. Die Projektleitung hat Professor Martin Fischer, Direktor des Instituts für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin am Klinikum der LMU. In Osnabrück liegt die Koordination beim Institut für Gesundheitsforschung und Bildung, Abteilung „Didaktik der Gesundheits- und Humandienstleistungsberufe“ (Projektleitung: Professor Ursula Walkenhorst).

Die Ausschreibung der Stipendien und das Bewerbungsverfahren beginnen voraussichtlich im Mai 2018.

Quelle: LMU