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Großprojekt zu Big-Data in der Medizin

10. Juli 2017

radiologie Foto: Tyler Olson / fotolia.com

Digitale Patientendaten zusammenzuführen und auszuwerten, um Krankheiten besser zu verstehen und in der Medizin schneller zu individuell richtigen Entscheidungen zu kommen – das ist das Ziel des Projekts DIFUTURE, an dem die LMU beteiligt ist. Im Rahmen des bundesweiten Konsortiums sollen Daten aus der Krankenversorgung und der Forschung zusammengeführt und analysiert werden. Ziel ist es, Daten aus dem klinischen Alltag für die Forschung nutzbar zu machen und dadurch Krankheitsursachen und Verläufe besser zu verstehen.

Mithilfe von großen Datensätzen („Big Data“) aus der Forschung – zum Beispiel aus Datenbanken für Gene oder Gewebe – und aus der klinischen Patientenversorgung können Zusammenhänge zwischen einzelnen Genen, Lebensstilen und Erkrankungen oder Komplikationen schneller als bisher aufgedeckt werden. Das bietet Chancen für die frühere Erkennung von seltenen Komplikationen, Risiken und Nebenwirkungen, etwa bei Arzneimitteltherapien, für die Diagnostik, Therapieentscheidungen und Vorsorge. Mit diesem Wissen sollen Erkrankungen künftig wirkungsvoll verhindert, schneller diagnostiziert sowie zielgerichteter und nebenwirkungsarm therapiert werden. Besondere Akzente setzt das Konsortium in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit, außerdem sollen alle Aspekte einer zukunftsgerichteten Medizin abgedeckt werden, die präventiv, personalisiert, interdisziplinär und digital ist.

An dem Konsortium, das von Professor Klaus A. Kuhn vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Technischen Universität München koordiniert wird, sind neben der LMU die Eberhard Karls Universität Tübingen und die Universität Augsburg beteiligt. Es wird im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des BMBF gefördert. Für die LMU ist Professor Ulrich Mansmann, Direktor des Instituts für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie an der Medizinischen Fakultät der LMU, Koordinator des Projekts.

Mehr Informationen über das neue Konsortium DIFUTURE („Data Integration for Future Medicine“).

Quelle: Pressemitteilung LMU (Text), LMU (Bildnachweis)