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Projektförderung für LMU-Virologen

30. November 2016

Zwei Wissenschaftler des Max von Pettenkofer-Instituts werden für einen innovativen Ansatz zur Erforschung des Lymphsystems gefördert.

lympfknoten Foto: arsdigital / fotolia.de

Dr. Christian Schölz und Dr. Xaver Sewald vom Max von Pettenkofer-Institut der LMU werden von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderlinie „Experiment“ unterstützt. Ziel des Förderprogramms ist es, Wissenschaftlern die Entwicklung visionärer Ideen zu ermöglichen. Die beiden LMU-Forscher wollen im Rahmen ihres Projekts das Lymphsystem aus einem neuen Blickwinkel betrachten.

Das Lymphsystem durchzieht den gesamten menschlichen Körper. Es übernimmt wichtige Funktionen bei der Immunabwehr. Zudem ist es für den Abtransport von Flüssigkeiten des Körpergewebes zuständig und steht dafür in Verbindung mit dem Blutkreislauf. Die beiden LMU-Forscher wollen in ihrem neuen Projekt „The Lymph is not the Blood: Uncovering a Hierarchical Organization“ der Hypothese nachgehen, dass die räumliche Anordnung der Lymphknoten es dem System ermöglicht, wie ein vielschichtiges Informationsnetzwerk zu arbeiten. Dafür werden sie nachverfolgen, wie die einzelnen Lymphknoten, an denen die Lymphbahnen zusammenlaufen, Informationen verarbeiten und weitergeben. Ihr Ziel ist es, eine mögliche hierarchische Organisation des lymphatischen Netzwerks aufzudecken. Ihre Ergebnisse könnten sowohl von Bedeutung für die Immunologie als auch die Krebsforschung sein.

Das Förderprogramm „Experiment“ sieht eine Fördersumme von jeweils 100000 Euro über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten vor. Es richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler der Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften.

Quelle: Pressemitteilung LMU (Text und Bildnachweis)