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LMU, KUM und Sanofi beschließen Forschungskooperation

21. März 2014

2014

Strategische Partnerschaft in der medizinischen Forschung und der Entwicklung neuer therapeutische Ansätze

KUM_1906_535Sanofi, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und das Klinikum der Universität München (KUM) haben vereinbart, künftig in der medizinischen Forschung und bei der Entwicklung neuer Therapien als strategische Partner zusammenzuarbeiten. Ein ent­sprechender Rahmenvertrag über eine Laufzeit von zunächst drei Jahren wurde jetzt unterzeichnet. Im Fokus stehen einerseits Erkrankungen wie etwa Diabetes, Multiple Sklerose oder Infektions­krankheiten, andererseits translationale Technologien und Modelle, die es erlauben sollen, besser als bisher zu überprüfen, inwieweit neue therapeutische Ansätze aus dem Labor in die Klinik übertragbar sind.

Erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit sammelten die künftigen Kooperationspartner bei einem gesonderten Projekt, das im Jahr 2012 startete. Dabei wird die Funktionsweise der Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, den Beta-Zellen, untersucht. Diese verlieren bei fortschreitendem Typ-2-Diabetes nach und nach ihre Funktion. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis dieser Prozesse längerfristig eine Therapie zur Regeneration der Beta-Zellen zu entwickeln.

„Die LMU steuert ihre ausgewiesene Exzellenz in der Erforschung von Erkrankungen bei, die – wie etwa Diabetes – in der Bevölkerung immer häufiger auftreten. Durch die Kombination von wissenschaftlicher Exzellenz und höchsten industriellen Standards erhoffen wir uns, neue medizinische Forschungsansätze zu innovativen Therapien weiterzuentwickeln, die bald Anwendung in der klinischen Praxis finden können“, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber.

„Das Klinikum der Universität München ist als einziges Uniklinikum bundesweit an allen sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung beteiligt und bildet mit der Medizinischen Fakultät der LMU eine der forschungsstärksten medizinischen Einrichtungen. Eine Kooperation mit Sanofi bietet uns die Möglichkeit, diese starke Position auszubauen und insbesondere in die Entwicklung neuer Therapien umzusetzen“, ergänzt Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor des Klinikums der LMU.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Institutionen, Organisationen sowie kleineren und mittleren Unternehmen zum Vorteil der Patienten und ihrer Gesundheit ist Teil der Forschungs­strategie von Sanofi. „Wir sind froh, dass wir mit der LMU sowie dem Klinikum der Universität München Forscher einer weiteren sehr bedeutenden Universität in Europa an unserer Seite haben“, sagte Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Leiter des sogenannten German R&D Hub, der einer von vier integrierten Forschungs- und Entwicklungszentren des Gesundheitskonzerns weltweit ist.

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft von Sanofi, LMU und Klinikum bewerben sich Forscher mit ihren Projekten. Ein Steering-Committee identifiziert diejenigen, die von gemeinsamem Interesse sind, definiert die zu erreichenden Ziele für die Forschungsvorhaben und entscheidet über die Mittelzuteilung, die von einem anteiligen Zuschuss bis hin zu einer vollständigen Finanzierung reichen kann. Nach einer „Inkubationszeit“ von zwei Jahren endet die Anschub-Förderung und es kann über eine Fortsetzung außerhalb der Rahmenvereinbarung entschieden werden. Das Steering-Committee setzt sich zusammen aus drei Vertretern von Sanofi sowie drei Vertretern von LMU und Klinikum.

„Es geht uns um das aktive Zusammenbringen von Gruppen zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten“, erklärt Maas und sagt weiter: "Wenn sich die beteiligten Wissenschaftler am Ende über ihre Projekte identifizieren, und nicht primär darüber, ob sie von Sanofi, LMU oder dem Uniklinikum sind, dann haben nicht nur die Patienten, sondern auch der Kooperationsgedanke gewonnen."

Quelle: Pressemitteilung

Zuletzt bearbeitet am 16. Mai 2014