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Radiopharmazie-Zentrum geht in Betrieb

1. August 2013

Infrastruktur Nuklearmedizin 2013

Radiopharmazie-ZentrumDas Klinikum der Universität München betreibt bundesweit eine der größten nuklearmedizinischen Einrichtungen und stellt nun mit einer eigenen Produktionsstätte sicher, dass die Patientenversorgung sowie die Forschung und Lehre im Bereich der Nuklearmedizin gewährleistet ist. Dazu wurde am Campus Großhadern in Kooperation mit der Erlanger Firma PET Net GmbH in nur 15 Monaten Bauzeit ein neues innovatives Radiopharmazie-Zentrum errichtet.

Radionuklide sind Bestandteil der personalisierten Medizin in der Onkologie
Die Bestimmung der Vitalität von Gewebe mit Hilfe schwach radioaktiv markierter Subtanzen spielt nicht nur in der Krebsmedizin, sondern zum Beispiel auch bei der Diagnostik eines Herzinfarktes, in der Kinderheilkunde, bei Erkrankungen des Skelettsystems oder in der Neurologie (Alzheimer, Parkinson) eine wichtige Rolle. Therapeutisch eingesetzt werden Radiopharmaka etwa bei bestimmten Schilddrüsen-Erkrankungen oder in der Tumorbekämpfung. In der Diagnostik steht die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) im Vordergrund, ein bildgebendes Verfahren, das eine erhöhte diagnostische Genauigkeit bietet und in der Kombination mit der Computertomographie seit Jahren steigende Untersuchungszahlen aufweist. „Durch die nur schwach strahlenden Radiopharmaka, die dem Patienten verabreicht werden, können so beispielsweise sicher und exakt Untersuchungen verschiedener Gewebetypen vorgenommen werden“, erklärt Prof. Dr. Peter Bartenstein, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum der Universität München. „Auf Basis dieser Daten ist dann z.B. eine individuelle Therapie-planung möglich.“ Die Strahlenexposition für den Patienten selbst ist in der modernen Nukleardiagnostik wegen der verwendeten kurzlebigen Radionuklide eher gering einzuschätzen, vergleichbar einer Röntgenuntersuchung.

Quelle: Pressemitteilung

Zuletzt bearbeitet am 6. Mai 2014